Mit dem Rücken zur Wand – Tomaten gefällt das!

An einer sonnigen Wand gefällt es Tomaten wahrscheinlich am besten, das ist allgemein bekannt. Aber wie viel Unterschied da einige Zentimeter schon ausmachen, das zeigt mein Versuch.

Ich habe entlang einer teils unverputzten Ziegelwand Anfang Juni Tomaten gepflanzt. Dabei setzte ich die Pflanzen jeweils ca. 30cm bis ca. 1m von der Wand entfernt in zwei Reihen.

Diese Tomatenpflanzen gehören zu etwa 13 unterschiedlichen Sorten die ich dieses Jahr auf der Fensterbank aus Samen gezogen habe. Von jeder Sorte habe ich je eine etwa gleich entwickelte Pflanze in die hintere und in die vordere Reihe gepflanzt.

Es kann nach nun 3 Wochen beobachtet werden, dass die Reihe mit dem kleinsten Abstand zur Wand ein kräftigeres Wachstum aufweist. Ich werde das jetzt weiter beobachten, um zu sehen, ob auch die Blütezeit und die Erträge abweichend zueinander sind.

Man sieht daran deutlich, was da schon 50cm mehr oder weniger Entfernung zur wärmenden Wand ausmachen.

Noch ein paar Infos zum Standplatz: Bis zum Frühjahr wuchsen dort wilde Wiese sowie Brennnesseln. Ich habe das Stück im April gefräst und sofort Gelbsenf eingesät. Dieser ist wegen anhaltender Trockenheit nicht sofort aller aufgegangen, so dass jetzt noch viel davon kommt. Ich empfinde das als vorteilhaft weil ich die weichen, saftigen Pflanzen vom Senf ab einer bestimmten Höhe abreiße und als Mulch zwischen die Tomaten werfe. So hab ich immer Nachschub für eine Mulchdecke und ich glaube mal gelesen zu haben, Senf wirkt sich vorteilhaft auf die Tomaten aus. Wer da nähere Infos hat, immer her damit!

Ich habe den Tomaten bei der Pflanzung ein einfaches Tomatendach aus Gewebefolie gegönnt weil sie sonst wohl sofort ein Opfer der Braunfäule würden. Bei uns leben Freilandtomaten nur bis etwa Juli, dann werden sie schwarz und sterben ab.

2 Kommentare

  1. Hallo Micha,
    da bin ich mal gespannt wie der Unterschied am Ende ausfallen wird.
    Wie sieht das mit den Stützen aus. Bisher kann ich noch keine erkennen.
    Beim Tomatendach würden sich Schnüre (Hanf…) anbieten, wenn es
    Dachsparren zum Anbinden gibt.

    1. Moin Henry, na die Stützen kommen wenn ich sehe das sie nötig werden. Ich bilde mir ein, die Pflanzen bekommen von selber mehr Standfestigkeit wenn man ihnen nicht schon von vornherein eine Stütze anbietet. Ist aber nur ne Theorie von mir. Da ich ja viele Sorten ausgesät habe, die ich gar nicht kenne, können auch paar Buschtomaten dabei sein, die gar nicht so sehr hoch werden, da reichen ein paar Stäbe. Das muss ich mal rankommen lassen. 😉 Eine Sorte muss ich auf jeden Fall massiv stützen wenn sie Früchte bekommt: Die Kürbistomate. 🙂

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